26.06.2018

Startups präsentierten Innovationen für den Handel

Ingolstadt/München, 26.06.2018:  Software für die Auswertung von Überwachungskameras, Lösungen für den kassenlosen Handel, Bilderkennungstechnologie und LED-Folien für Werbeflächen – die Liste der Innovationen ist lang, die die Startups am 21. Juni im Technikum in München präsentierten. Zum zweiten Mal fand die große Abschlussveranstaltung des Retailtech Hubs (RTH) statt – auch Expo Day genannt (zuvor: Demo Day). Bei der Feier wurde außerdem ein neuer Partner aufgenommen.  

Draußen scheint die Sonne – drinnen regnet es an diesem heißen Sommerabend in München. Allerdings kommt kein Wasser von oben, sondern Konfetti. Es gibt nämlich einen Grund zu Feiern –denn die Startups des RTH präsentieren ihre Unternehmen und Fortschritte. Aus Hunderten von Bewerbern wurden diese Startups vor einigen Monaten ausgewählt, am 19. März zogen sie in das Retailtech Hub ein – und arbeiteten in den darauffolgenden Wochen mit den Handelspartnern des Programms an spannenden Pilotprojekten. Nun stehen sie zusammen auf der Bühne und feiern die Ergebnisse harter Arbeit.

Eine Win-win-Situation ist das Konzept, denn von der Zusammenarbeit zwischen namhaften Unternehmen aus der Handelsbranche – unter anderem MediaMarktSaturn – und Startups aus der ganzen Welt profitieren beide Seiten von wertvollen Kontakten und dem Austausch. Außerdem gehen bei jeder Runde, auch Batch genannt,  die Startups Pilotprojekte mit den Partnerunternehmen ein. Wie diese Projekte aussehen, daran arbeiten die Partner zusammen mit den Startups in den drei  Monaten des Programms. Das Konzept hat Erfolg: Das zeigt sich am Beispiel des kassenlosen „Saturn Express“, einem Pilotprojekt aus der ersten Runde. In Zusammenarbeit mit dem Startup MishiPay realisierte MediaMarktSaturn den ersten kassenlosen Saturn in Innsbruck.

Die Dringlichkeit für neue Ideen im Handel ist auf jeden Fall gegeben – das erfuhren die Startups und die rund 280 Gäste von Christoph Bornschein, Geschäftsführer der Agentur TLGG, der seiner Keynote den provokativen Titel „Retail Apokalypse?“ gab. Bornschein berät Unternehmen zur Digitalisierung und analysierte unverblümt und fachkundig, welche Trends er im Multibrand Retail auf dem globalen Markt beobachtet und mit welchen Herausforderungen Händler wie MediaMarkt oder Saturn zu kämpfen haben.  

Die Welt des Handels verändern und neu gestalten – das ist das Ziel des Retailtech Hubs. Und die Startups spielen mit ihren Ansätzen dabei eine Hauptrolle. Die Geschäftsmodelle der Gründer reichen von intelligenten Überwachungssystemen, die auf drohende Diebstähle bereits vor der Tat hinweisen, über IoT-Lösungen bis hin zu cloudbasierten Logistiklösungen für „die letzte Meile“.

Die Vielfalt der Partner aus den Bereichen Consumer Electronics, Lebensmittel und Immobilien sorgt dafür, dass für jeden etwas dabei ist. Die Partner schätzen den Austausch untereinander und die Mitarbeit auf der Plattform. Vor den Augen zahlreicher Vorstände und Vertreter der Partnerunternehmen hat beim 2. Expo Day noch ein weiterer den Vertrag unterzeichnet.  „Wir freuen uns, mit der s.Oliver Group eine der führenden europäischen Marken der Modebranche für das Retailtech Hub gewonnen zu haben“, sagt Thorsten Marquardt, Managing Director des Retailtech Hub. „Somit sind wir bereits mit vier Partnerunternehmen unterwegs und weitere werden in Kürze folgen. Mehr als 21 Startups haben schon bei uns im Programm teilgenommen und die Auswahl der kommenden Programmperiode läuft. Damit kommen wir unserem Ziel stetig näher, eine umfassende, europaweite Plattform aufzubauen, mit der wir gemeinsam die Zukunft des Handels gestalten wollen.“

Über das Retailtech Hub

Das Retailtech Hub ist eine Innovationsplattform, die Händler, Marken und ausgewählte Startups zusammenbringt, um neue Technologien und digitale Geschäftsmodelle zu testen und zu pilotieren. Im August 2017 wurde die Plattform ins Leben gerufen und wird von der MediaMarktSaturn Retail Group in Kooperation mit dem Plug and Play Tech Center aus dem Silicon Valley sowie den Partnern s.Oliver Group, Schwarz Gruppe mit Lidl und Kaufland und Aachener Grundvermögen ermöglicht. Kernbausteine sind zum einen ein dreimonatiges Mentoring mit Fokus auf Business Development und konkreten Pilotprojekten. Zum anderen versteht sich das Retailtech Hub als Netzwerk für den offenen Austausch zwischen Unternehmen aus dem Handelsumfeld weltweit.