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11.02.2019

Klimaschutz konkret: Wie geht’s weiter nach Kattowitz?

Im vergangenen Dezember wurde in der polnischen Stadt Kattowitz Geschichte geschrieben: Gemeinsam beschlossen die Staaten der Welt, wie sie nun ganz konkret gegen die Erderwärmung vorgehen wollen. Endlich, sagen die einen. Viel zu wenig, sagen die anderen.. Auch MediaMarktSaturn ist sich der Verantwortung als größter europäischer Elektronikfachhändler bewusst.

Die Jahre 2015 bis 2018 waren nach Analysen der Weltwetterorganisation die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Und die 20 wärmsten lagen in den vergangenen 22 Jahren. Geht es weiter wie bisher, wird sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts voraussichtlich um drei bis vier Grad erwärmen. Die fatalen Folgen je nach Region: mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser.

Einheitliche Richtlinien für den Klimaschutz

Die Zeit drängt also. Daher hatte sich die Weltgemeinschaft im Klimaschutzabkommen von Paris bereits im Dezember 2015 ein starkes Ziel gesetzt: Gemeinsam möchte man in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts eine treibhausgasneutrale Weltwirtschaft etablieren und die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius reduzieren.

Drei Jahre später haben sich auf dem Klimagipfel im polnischen Kattowitz fast 200 Staaten geeinigt, wie sie das nun praktisch umsetzen wollen. In einem Verhandlungsmarathon von zwei Wochen rangen Vertreter aus 196 Staaten um Formulierungen, wie sie künftig über Pläne und Fortschritte beim Klimaschutz berichten wollen.

Für alle Staaten gelten daher ab 2024 einheitliche Richtlinien für die Berichterstattung zum Klimaschutz. Nur für Entwicklungsländer, denen oft die Kapazitäten für detaillierte Berichte fehlen, gibt es Übergangsregelungen. Wichtiges Detail: Die abgegebenen Daten dürfen nicht älter als drei Jahre sein. China beispielsweise hatte lange dafür gekämpft, wesentlich ältere Informationen melden zu dürfen. Nun muss sich auch der größte CO2-Verursacher der Welt genau in die Karten schauen lassen.

Während die Verhandlungsführer zum Schluss applaudierten, mahnten Umweltverbände ehrgeizigere Ziele für den Klimaschutz an – und mehr Solidarität mit armen Ländern. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte gemeinsam mit einem Bündnis aus Industrie- und Entwicklungsländern mehr Klimaschutz gefordert. Dennoch zeigte sie sich am Ende zufrieden damit, dass es nun gemeinsame Regeln gibt, wie sich die Staaten beim Klimaschutz messen und vergleichen.

Die Aufgabe sei, dafür zu sorgen, „dass diese Erde bewohnbar bleibt. Und das ist die Verantwortung dieser Generation.“ Konferenzpräsident Kurtyka sagte, bei den Klimaverhandlungen gehe es nicht um nationale Interessen, sondern um einen Sinn für Menschlichkeit und die Verantwortung für kommende Generationen.

Deutschland: weitermachen und besser werden

Dabei kommt es auf jedes einzelne Land an. Deutschland zum Beispiel ist eigentlich gut vorangekommen und konnte seine klimaschädlichen Treibhausgasemissionen reduzieren. Aber in den letzten Jahren hinkt man den selbstgesteckten Zielen hinterher. So hätten bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent sinken sollen, schaffen werden wir wohl nur 32 Prozent (jeweils im Vergleich zu 1990). Kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen: Am nächsten Ziel hält die Bundesregierung unverändert fest und will bis Ende 2030 eine Reduktion von 55 Prozent gegenüber 1990 schaffen.

Es gibt viel zu tun – auch für MediaMarktSaturn

Als Europas führendes Handelsunternehmen für Consumer Electronics wollen wir auch im Bereich Klimaschutz Vorbild für unsere Branche sein. Wir haben uns vorgenommen, den operativen Energiebedarf und die damit verbundenen CO2-Emissionen von weltweit mehr als 1.000 Märkten so weit wie möglich zu reduzieren. Dazu setzt die Unternehmensgruppe auf ein effizientes Energiemanagement und die stetige Modernisierung der Märkte und Verwaltungsgebäude.

Seit 2012 sind alle Saturn- und Media Märkte mit Monitoringsystemen ausgestattet, mit denen der Energieverbrauch permanent überwacht und optimiert wird. Zusätzlich werden die Märkte bei den turnusmäßigen baulichen Modernisierungen mit modernster Smart-Metering-Technologie sowie mit hocheffizienten LED-Beleuchtungssystemen ausgestattet. 2017 wurden alle Märkte in Deutschland auf Ökostrom umgestellt. Weltweit beziehen inzwischen fast 80% aller Saturn- und Media Märkte Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Mit all diesen Maßnahmen leistet MediaMarktSaturn einen wichtigen Beitrag zu Erreichung eines der zentralen Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen: des Ziel # 13 Climate Action.