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04.05.2018

Kapselmaschine oder Siebträger? Die nachhaltigsten Wege, Kaffee zu trinken

Kaffee ist in Mode: 162 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr – mehr, als in eine Badewanne passt. Nach Espresso und Latte boomt nun auch wieder der gute alte Filterkaffee. Doch welche Art der Zubereitung ist eigentlich die beste? Die Kapselmaschine gilt gemeinhin als umweltschädlich, die Siebträgermaschine oder der Vollautomat als die bessere Alternative. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Mit Kaffee ist es wie mit Wein: Der Genuss ist zur Kunst geworden. Man holt Porzellan-Filter aus Omas Keller, braut im Sommer stundenlang kalten Kaffee und philosophiert über Aromen, Mahlgrade, Röstungen und Aufguss-Temperaturen. Wer sich mit der Zubereitung gut genug auskennt, darf heute als Barista-Experte gelten.

Viele Liebhaber stellen sich eine Siebträgermaschine in die Küche. Andere schwören auf Kapselmaschinen, weil der Kaffee schnell und einfach zubereitet ist und schmeckt wie aus der Profi-Maschine. Parallel erlebt der Filterkaffee eine wahre Renaissance. 2017 schwappte dann der Trend des kaltgebrühten Kaffees aus New York nach Deutschland: Cold Brew. Doch welche Zubereitungsart ist die nachhaltigste?

Vollautomat, Kapsel- und Filtermaschine: Die einfachste Art, Kaffee zuzubereiten

Der wohl einfachste, komfortabelste und deshalb auch beliebteste Weg, zuhause an guten Kaffee oder Espresso zu kommen, sind der Vollautomat, die Kapsel- oder Filtermaschine. Doch worauf sollten Kunden beim Kauf achten?

  • Zunächst einmal gilt: Umweltschonende, energieeffiziente Geräte müssen nicht teuer sein. Es gibt auch viele günstige Geräte, die sparsam arbeiten.
  • Der maximale Energieverbrauch pro Jahr sollte nicht höher sein als 35 kWh bei Kapselautomaten bzw. 45 kWh bei Vollautomaten.
  • ACHTUNG Stand-by-Betrieb: Vollautomaten sollten den Bereit-Zustand nach maximal 30 Minuten, Kapselautomaten nach 15 Minuten automatisch verlassen, damit keine wertvolle und teure Energie verschwendet wird. Denn: Drei Viertel des Stroms werden allein durch die Warmhaltefunktion und den Stand-by-Betrieb verbraucht.

MediaMarkt und Saturn haben eine Vielzahl an Kaffeevollautomaten, Kapselmaschinen und Filtermaschinen im Sortiment, die die höchsten Energiestandards erfüllen und mit vielen Energiesparfunktionen ausgestattet sind. Besonders energieeffiziente, umweltschonende Geräte kennzeichnet Saturn im Onlineshop mit dem Label „Jetzt auf grün schalten“.

In Österreich macht MediaMarkt im Online-Shop unter dem Motto „Grün und Gut“ auf Top-Energiespar-Produkte aufmerksam und gibt Tipps und Beratung zum Thema Energiesparen.

Besonders energieeffiziente Kaffeemaschinen tragen das Label „Jetzt auf grün schalten“

Siebträger- oder Kapselmaschine: Wer hat die bessere Energiebilanz?

Die Siebträgermaschine schneidet hinsichtlich des Energieverbrauchs übrigens am schlechtesten ab. Nicht nur, dass die großen Geräte in der Produktion die meiste Energie und Ressourcen verschlingen, auch in der täglichen Nutzung im Privathaushalt haben sie die schlechteste Energiebilanz. Eine Siebträgermaschine braucht immens viel Strom und Vorlaufzeit, um ausreichend Hitze zu produzieren – ein Aufwand, der sich erst für mehrere Tassen lohnt.

Bei einer Kapselmaschine ist der Energieverbrauch dagegen deutlich geringer. Allerdings werden bei der Kapselproduktion wertvolle Rohstoffe (Plastik – sprich: Erdöl – oder Aluminium) verbraucht. Vor allem die Herstellung von Aluminiumkapseln ist extrem energieaufwändig und umweltbelastend. Und natürlich fällt bei Kapselmaschinen auch wesentlich mehr Abfall an. Plastikkapseln werden nach der Entsorgung aufgrund ihrer geringen Qualität meist verbrannt und nicht recycelt. Sind die Kapseln dagegen aus Aluminium, lässt sich der wertvolle Rohstoff mit geringem Energieaufwand wiederverwerten – vorausgesetzt, die Verbraucher sind gut informiert und werfen die Kapseln in die gelbe Tonne.

Aufgebessert wird die Energiebilanz der Kapselmaschine laut Hersteller dadurch, dass insgesamt deutlich weniger Kaffeepulver benötigt wird als bei anderen Maschinen, weil das Aroma durch die Alu-Verpackung besser erhalten bleibt. Zudem wird weniger Kaffee verschwendet, weil der Kaffee Tasse für Tasse zubereitet wird. Durch diesen Effekt wird die schlechtere Ökobilanz der Kapselproduktion zumindest zum Teil ausgeglichen.

Auf die Frage „Siebträgermaschine oder Kapselmaschine?“ gibt es also keine einfache Antwort. Es hängt vom Nutzungsverhalten der Verbraucher ab. Mit einem energieeffizienten Vollautomaten sind die Kunden – auch aus ökologischer Sicht – in jedem Falle gut beraten.

Slow Coffee: Zubereitung mit French Press, Bialetti und Co.

Am umweltfreundlichsten ist es, den Kaffee in einem Espressokocher auf der Herdplatte oder in einem Kaffeebereiter, auch Durchdrückkanne oder „French Press“ genannt, aufzubrühen. Der Kaffeebereiter hat einen besonders günstigen ökologischen Fußabdruck, weil das Wasser dafür energieeffizient im Wasserkocher erhitzt werden kann und das Glasgehäuse weder in der Produktion noch in der Entsorgung besonders aufwendig ist.

Kaffee kann auch fair sein

Hat sich der Kunde für eine Kaffeemaschine entschieden, steht die nächste Frage im Raum: Welcher Kaffee darf es sein? Die Antwort: Am besten Kaffee aus fairem Handel und ökologischem Anbau.

Aber was genau bedeutet das? Fair gehandelter Kaffee bedeutet, dass alle an der Produktion – am Anbau, an der Verarbeitung und am Vertrieb – beteiligten Personen für die geleistete Arbeit angemessene Löhne erhalten. Zum ökologischen Anbau gehört, dass bei der Produktion höhere Umweltschutzstandards gelten, weniger Pestizide und chemische Düngemittel eingesetzt werden.

Wie kann der Kunde nachhaltigen Kaffee erkennen? Dazu dienen unterschiedliche Siegel. Die vier anerkanntesten Siegel, die fair gehandelte oder Bio-Produkte kennzeichnen, sind Bio, Fairtrade, Rainforest Alliance und UTZ Certified.

Bei MediaMarkt und Saturn hat nachhaltiger Kaffee einen festen Platz im Sortiment: So bieten wir neben gängigen Marken wie Lavazza, Jacobs und Dallmayr auch nachhaltigen Kaffee an, beispielsweise den Rainforest Espresso von De’Longhi oder die San Antonio Kaffeebohnen von Jura.