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14.06.2019

So ein Mist! Irrtümer und häufige Fehler bei der Mülltrennung

Müll zu trennen scheint denkbar einfach zu sein: Plastik gehört in den Gelben Sack, Organisches in die Biotonne, und Glas wird in Containern entsorgt. Dennoch kann man beim Trennen ein paar Fehler machen, die einfach zu vermeiden sind. Die richtige Trennung von Hausmüll ist Voraussetzung für erfolgreiches Recycling, schont Umwelt und Ressourcen. Wir zeigen anhand sechs praktischer Tipps, worauf man bei der Mülltrennung achten sollte und räumen mit den häufigsten Irrtümern auf.

Erst richtig trennen – dann recyceln

Abfälle enthalten wertvolle Rohstoffe, die effektiv genutzt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Abfälle vorher richtig getrennt werden. Wie es „richtig“ geht, zeigen die folgenden Tipps.

1. Was gehört eigentlich alles ins Altpapier?

Nicht alles, was wie Papier aussieht, gehört in die Altpapiertonne. Tetrapacks beispielsweise gehören in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Sie bestehen zwar von außen aus Karton, aber aufgrund der inneren Beschichtung dürfen sie nicht im Altpapier entsorgt werden. Dasselbe gilt für Kassenbons: Diese werden zum Teil noch auf Thermopapier gedruckt, das mit der schädlichen Chemikalie Bisphenol A beschichtet ist. Kassenbons werden deshalb, ebenso wie Papier-, Taschen- oder Haushaltstücher und Backpapier im Restmüll entsorgt. MediaMarkt und Saturn verzichten übrigens bereits seit 2011 auf die Verwendung von Bisphenol A-haltigem Papier bei Kassenbons.

2. Wohin mit alten CDs und DVDs?

Bei Datenträgen wie CDs und DVDs ist die Mülltrennung wichtig. Die Datenträger bestehen aus dem Kunststoff Polycarbonat – ein hochwertiger recycelbarer Grundstoff, der wieder zu Datenträgern verarbeitet werden kann. Sie gehören weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne, sondern müssen getrennt gesammelt und recycelt werden. CDs und DVDs können an allen öffentlichen Recyclinghöfen kostenlos abgegeben werden.

3. Glas entsorgen – aber richtig!

Wer Glasflaschen zum Glascontainer bringt, sollte darauf achten, sie möglichst farbenrein zu entsorgen: Dafür sind die Glascontainer in die Farbgruppen Weiß, Braun und Grün eingeteilt. Alle Farben, die sich nicht einwandfrei zuordnen lassen, gehören in die Sammelbehälter für grünes Glas. Tabu für Glascontainer ist die Entsorgung von Trinkgläsern, Fensterglas, Spiegel, Glühbirnen oder Tonscherben. Sie haben eine andere Zusammensetzung und müssen deshalb zum Wertstoffhof gebracht werden. Übrigens, ein Mythos lautet, dass Altglas beim Entleeren der Container wieder zusammengeworfen werde. Stimmt nicht! Im Innenraum des Fahrzeuges befinden sich getrennte Mehrkammersysteme, die sich separat befüllen lassen.

4. Joghurt- oder Quarkbecher vor dem Entsorgen ausspülen

Grundsätzlich gilt: Das Ausspülen von Bechern vor der Entsorgung ist nicht nötig. Im Gegenteil: Dadurch wird unnötig Energie und Wasser verschwendet. Vor dem Recycling und der Aufbereitung wird der Kunststoffmüll ohnehin nochmals heiß gewaschen, deswegen dürfen leichte Rückstände ruhig im Becher enthalten sein. Größere Reste sollte man grob herauskratzen – man spricht hier von löffel- oder spachtelrein. Der Alu-Deckel sollte vorher vom Becher abgetrennt werden, da nur dann die Sortieranlagen die Materialien Plastik und Alu sortenrein trennen und verwerten können.

5. Tipps für den Biomüll: Hände weg von kompostierbaren Plastiktüten!

In der Biotonne können Speisereste roh und gekocht beseitigt werden. Jedoch sollte man darauf achten, keine gekochten Essensreste wie Fleisch, Fisch oder Suppen in der Biotonne zu entsorgen, da sie Fliegen und andere Ungeziefer anlocken. Bioabfälle wickelt man am besten in Zeitungspapier ein, das die Feuchtigkeit aufnimmt und verhindert, dass sich Maden bilden. Da richtig getrennter Bioabfall die Grundlage für eine qualitativ hochwertige (Blumen-)Erde ist, sollte der Bioabfall nicht in Plastiktüten oder kompostierbaren Plastiktüten entsorgt werden. Denn Bioplastik braucht viel länger, um zu Kompost zu werden als der Biomüll selbst.

6. Nicht nur Verpackungen mit dem „Grünen Punkt“ gehören in den Gelben Sack

Nicht alle Verpackungen sind mit dem "Grünen Punkt" gekennzeichnet. Trotzdem gilt: Alle Verkaufsverpackungen aus Kunststoff gehören in den gelben Sack – und nicht nur die, die mit dem „Grünen Punkt“ gekennzeichnet sind. Auch Verbundmaterialien, wie Plastik mit Aluminium (Beispiel Kaffeekapseln) oder Blisterverpackungen von Medikamenten dürfen in den gelben Sack.

Auch bei MediaMarktSaturn stehen Abfalltrennung und -verwertung ganz weit oben auf der Nachhaltigkeits-Agenda. Von der Abfalltrennung in den Märkten selbst über die Rücknahme von Elektrogeräten bis hin zur Rücknahme und Entsorgung von Batterien, Leuchtmitteln sowie ausgedienten Tonern und Druckerpatronen. Wir kümmern uns darum, dass Wertstoffe fachgerecht getrennt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.